REISE INFOS
Charakter der Tour
Die Radstrecken verlaufen vorwiegend auf wenig befahrenen Nebenstraßen. Laufend werden aber auch neue Radwege gebaut. Einzig in den Orts Ein- und Ausfahrten kann es etwas verkehrsreicher werden. Der größte Teil der Strecke ist flach, vereinzelnt bewältigen Sie aber auch einige kleinere Hügel. Alles in Allem aber eine angenehme Radtour und von jedem Durchschnittsradler zu bewältigen.
Enthaltene Leistungen
- Übernachtung in guten Mittelklassehotels und –pensionen
- Frühstücksbuffet oder erweitertes Frühstück
- Gepäcktransport von Hotel zu Hotel
- Bestens ausgearbeitete Routenführung
- Ausführliche Reiseunterlagen
- Gratisparkplatz am Starthotel
- Deutschsprachiger Ansprechpartner vor Ort
- Deutschsprachige Notrufnummer
Termine 2008
Anreise jeden Samstag vom 22.03. bis 26.07. und vom 23.08. bis 08.11.
Preise
| Pro Person im Doppelzimmer: | € 688.- |
| Zuschlag Einzelzimmer: | € 185.- |
| Zuschlag Halbpension: | € 152.- |
| Zuschlag Hochsaison (Juli) | € 40.- |
| Leihrad (24-Gang-Tourenrad) | € 65.- |
| Reiseversicherung | |
| Stornoschutz | € 40.- |
| Reise-Komplettschutz | € 45.- |
Radreise Friaul Alpen Adria
Individuelle Radreise – 9 Tage / 8 Nächte – ca. 457 km
Radeln zwischen den Alpen und der Adria auf den Spuren der Habsburger...
Die italienische Region Friaul Julisch Venetien liegt leider oder zum Glück etwas Abseits der bekannten Orte des Veneto, wie Venedig, Verona, Padua und Vicenza. Doch wer sich die paar Kilometer weiter nach Osten traut wird überrascht sein von der Reichhaltigkeit dieser Gegend. Sowohl landschaftlich als auch kulturell hat die Region viel zu bieten. Dazu haben unter anderem auch die Habsburger viel beigetragen. Diese Radtour verbindet die schönsten und sehenswertesten Orte und Landschaften dieser Region, in der es noch viel zu entdecken gibt...
Etappen der Tour
1.Tag: Individuelle Anreise nach Pordenone/Umgebung
Am Abend Begrüßung und Übergabe der Leihräder.
2.Tag: Sacile – Spilimbergo (ca. 70km)
Sie starten diese Radreise entlang wenig befahrener Nebenstraßen im leichten Auf und Ab und gelangen dann über den Radweg „Ciclabile Pedemontana“ (Radweg am Fuße des Berges) durch verschiedene kleinere Dörfchen. Überall gibt es etwas zu besichtigen und zu bestaunen: verschiedene regionale Museen, Schlösser, Ansitze, die wunderbare Fassade der Villa Savorgnan aus dem 8.Jh. in Lestans, und vieles mehr... Und schließlich gelangen Sie nach Spilimbergo, bekannt vor allem für ihre Mosaikschule. Der gotische Dom von Spilimbergo enthält neben sehenswerten Fresken auch eine Orgel aus dem 14. Jh. Sowie eine wunderschöne Krypta aus romanischer Zeit. Das Schloss der Spengenberger umfasst eine Reihe von Gebäuden aus unterschiedlichen Epochen. Teile der Fassade sind mit Fresken geschmückt, daher hat das Schloss den Beinamen „Palazzo dipinto“ (bemalter Palast). Vom Geschlecht der Spengenberger stammt auch der Name der Stadt, welche von 1278 bis 1509 unter habsburgischer Herrschaft stand.
3.Tag: Spilimbergo – Udine (ca. 65km)
Heute radeln Sie dem größtem Fluß in Friaul Julisch Venetien, dem Tagliamento entlang. Teils auf Asphalt, teils auf guten unbefestigten Wegen gelangen Sie in leichtem Auf und Ab in das Gebiet der Schlösser (Susans, Mels, Pers, Monte Albano) bevor Sie dem Radweg entlang nach Udine kommen. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten von Udine gehört die Piazza della Libertà (Platz der Freiheit) wo man einige besonders schöne Bauwerke wie die Loggia del Lionello aus dem Jahre 1457 besichtigen kann. Im Herzen der Provinz Udine liegt auch die kleine Ortschaft San Daniele, welche aufgrund des dort hergestellten Schinkens von besonderer
Qualität sehr bekannt ist. Diesen sollten Sie unbedingt kosten.
4.Tag: Udine – Cividale – Gorizia (ca.60km)
Auch die heutige Strecke führt Sie wieder entlang von kleinen Nebenstraßen, Radwegen und nicht-asphaltierten Wegen. Cividale ist eine ursprünglich keltische Siedlung, welche von Julius Cäsar zur Stadt erhoben wurde. In der Altstadt ist vor allem die Piazza del Duomo sehenswert, an der sich das Archäologische Nationalmuseum und der Dom (14.Jh.) befi nden. Im Dom ist das Museo Cristiano untergebracht, in dem sich u.a. ein Langobarden-Thron und das Callixtus-Taufbecken besichtigen lassen. Sie verlassen Cividale über die „Ponte Diavolo“ (Teufelsbrücke) und radeln durch das berühmte Weinanbaugebiet des Collio. Die Weinauswahl zum verkosten ist zahlreich: Tocai, Sauvignon, Cabernet, Merlot, Piccolit, Verduzzo. Gorizia oder Görz, welche von alters her dreisprachig war (italienisch, deutsch, slowenisch,) kam um 1500 zum Habsburger Reich. Getrennt wurde die Stadt wiederum 1947 mit dem Frieden von Paris. Der kleinere östliche Teil mit dem Bahnhof kam zu Slowenien und bildet seitdem die Stadt Nova Gorica. Erst seit Slowenien 2004 zur EU kam kann sich Görz wieder als „eine Stadt“ fühlen.
5.Tag: Gorizia – Trieste (ca. 80km)
Sie beginnen den Tag gemütlich auf ebenen Wegen entlang des Flusses Isonzo. Ab Duino geht es ein Stück dem Europäischen Fernradweg Eurovelo Nr. 8 (Cadice-Athen) entlang bevor Sie ins Triester Karstgebiet kommen. Triest, die italienische Stadt an der slowenischen Grenze, will in kleinen Schritten erobert sein. Schlösser, Theater, Museen, Börse und Opernhaus - es gibt viel zu entdecken. Doch etwas spürt auch ein Fremder sofort: Architektur und Atmosphäre - alles ist hier irgendwie anders als im übrigen Italien. Triest ist eher mitteleuropäisch als mediterran. Wer diese Stadt verstehen will, muss ein wenig im Geschichtsbuch blättern. Triest ist Sitz eines katholischen Bischofs. Es besitzt ein astronomisches und geophysikalisches Observatorium sowie seit 1924 die Universität Triest. Die Stadt ist Hauptsitz des Schifffahrtsunternehmens Lloyd Triestino (ehemals Österreichischer Lloyd) und der Versicherungsgesellschaft Generali. Triest war der größte und bedeutendste Hafen des habsburgischen Österreichs und Hauptstadt des Kronlandes Österreichisches Küstenland (1382-1921). Um 1900 galt Triest als ein literarisches
Zentrum Mitteleuropas. Aufgrund des Ost-West-Konflikts in Europa nahm Triest nach dem Zweiten Weltkrieg lange Zeit eine geographische Randposition ein und verlor dadurch v. a. an wirtschaftlicher Bedeutung. Ihre Vergangenheit und ihre besondere geographische Lage machen die Stadt Triest zu einem Ort des Zusammentreffens von Kulturen, Sprachen, Ethnien und Religionen. Das Herz der Stadt bildet die Piazza dell’Unità d’Italia („Platz der Einheit Italiens“). Dieser ans Meer grenzende rechteckige Hauptplatz wird auf drei Seiten von neoklassizistischen Prachtbauten umsäumt. Nostalgisch verklärt zwischen Sissi-Statuen und einem Stadtbild, das auf Schritt und Tritt an das Wien der Habsburger erinnert. Ob man durch die Straßen der Stadt flaniert oder nach einer Fahrt mit der Standseilbahn die Umgebung erkundet, überall fühlt man sich in die Zeit zurückversetzt, als Triest noch der Hafen der k.u.k. Monarchie war. Die Atmosphäre ist geblieben, besonders in den Kaffeehäusern und Gaststätten, wo der Geist von Franz Josephs noch immer präsent zu sein scheint.
6.Tag: Triest – Grado (ca. 65km)
Sie verlassen Triest entlang der imposanten Küste und gelangen zum Castello di Miramare, dem Habsburgerschloß in dem bereits Kaiserin Sissi gerne verweilte, mit seiner prunkvollen Parkanlage. Weiter geht es der Lagune von Grado entlang vorbei an verschiedenen Naturoasen. Der „Goldener Strand“, vom Meer umspült, Tausende von Jahren Kultur: die Sonneninsel Grado erfreut sich insbesondere bei Deutschen und Österreichern großer Beliebtheit. Während der k-und-k-Monarchie gehörte Grado zum österreichischen Küstenland, noch heute ist dieser Geist spürbar. Die Insel bietet den Mitteleuropäern die nördlichsten Sandstrand Italiens. Besonders familienfreundlich zeigt sich das flache Meer. Grado war schon berühmt als Venedig noch nicht gegründet war. Diese Geschichte erzählt von Patriarchen, von Venedig‚ als Tochter von Grado geborener Stadt, von den Habsburgern und Mitteleuropa, und begleitet uns heute auf diese wunderschöne Insel zwischen Bora und Schirokko.
7.Tag: Grado – Codroipo (ca. 67km)
Entlang von Radwegen und Nebenstraßen erreichen Sie Aquileia, dessen Überreste von der Wichtigkeit der ehemaligen romanischen Stadt zeugen. Der Ort gehört heute zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sehr sehenswert ist auch die Basilika aus dem 11 Jh., welche im frühen Mittelalter eine sehr wichtige Rolle für die Verbreitung des Christentums in Europa spielte. Doch nicht nur Gebäude sind hier sehenswert. In dem kleinen Ort finden sich ganz ungewöhnlich viele Einwohner mit stahlblauen Augen und feuerroten Haaren. Es wirkt, als hätten die Langobarden hier einen besonders starken genetischen Abdruck hinterlassen. Als nächstes kommen Sie nach Palmanova, deren Befestigungsanlage 1593 von den Venezianern errichtet wurde. Die Radstrecke führt Sie weiter durch die sogenannte Polentalandschaft, welche ihren Namen von den weit verbreiteten Maisfeldern hat, bevor Sie nach Codroipo gelangen. Der Name Codroipo leitet sich ab vom römischen „Quadruvinum“, hier kreuzten sich die römischen Nord- Süd und Ost-West Verbindungen. Im Gemeindegebiet von Codroipo liegt auch der Militärflughafen Rivolto wo die berühmte Kunstflugstaffel „Frecce Tricolore“ beheimatet ist.
8.Tag: Codroipo – Sacile/Pordenone (ca. 50km)
Entlang Kiwi-, Äpfel- und Pfirsichplantagen gelangen Sie nach Pordenone. Pordenone hat eine malerische historische Altstadt entlang der Straße Corso Vittorio Emanuele II. Ferner ist die Stadt ein wichtiges Industriezentrum der Region. Den Schwerpunkt bildet die Produktion von Haushaltsgeräten. Die wichtigsten Arbeitgeber sind Zanussi (aus dem Electrolux-Konzern) und die vielen Zulieferbetriebe. Die historische Altstadt (auch antica Contrada Maggiore genannt) liegt entlang der Straße Corso Vittorio Emanuele II. Sie hat ihren Charme über die Jahre hinweg behalten können. Gotische Palazzi sowie Stadtpaläste aus der Renaissance, Arkaden und Straßencafes säumen ihren Verlauf. Unweit vom Rathaus (Palazzo Comunale) befindet sich der Dom mit dem beeindruckenden Glockenturm. Der separat stehende Glockenturm (Campanile) wurde anfänglich bis zum Glockenstuhl gebaut. 1347 wurde dieser fertiggestellt. Der achteckige Giebel stammt aus dem 16. Jahrhundert. Der Glockenturm ist 79 Meter hoch und zählt zu den schönsten Italiens. Der Dom ist San Marco, dem Schutzheiligen der Stadt, gewidmet. Bereits um 1000 nach Christus existierte eine Kapelle, die ab 1363 zum romanisch-gotischen Dom ausgebaut wurde. Der Chor wurde im Jahre 1459 fertiggestellt und neun Jahre später fand die Weihe statt. Der Dom wurde 16. und 18. Jahrhundert erweitert. In der zuletzt genannten Bauphase wurde das Aussehen stark geändert, so dass der Dom einen klassizistischen Charakter bekam. 1812 erfolgte eine erneute Weihe des Doms. Nicht nur die Architektur, sondern auch die Kunstwerke im Innern des Sakralbaus sind beachtenswert. Noch ein paar km entlang von Wirtschaftswegen und Sie sind wieder am Ausgangspunkt der Radreise.
9.Tag: Abreise aus Friaul oder Verlängungsmöglichkeit


